Der Vortanz im Hinterhof
Backstreet Noise
Elin b2b pasci (Luzern/Bern)
Zunami (Winti/Reclaim the Bass)
Idris (Bern/SeekSickSound)
Das Nachspiel im Haus
Chocolate Remix Live (Buenos Aires)
Yung Porno Büsi (Frauenfeld/Zürich)
Der letzte Musikfestwochensamstag des Jahres, höchste Zeit für einen ausgedehnten Schlussspurt, für die letzte grosse, wenn nicht gar übergrosse Sause des Sommers. Auch dieses Jahr nehmen wir uns dafür nicht zu wenig vor:
Los geht’s um 16 Uhr im Hinterhof – so, wie wir ihn am liebsten haben: mit wummernden Bässen, einer in der Nachmittagssonne funkelnden Discokugel, Nebelmaschine, Bar, Hotdog-Stand und euren strahlenden Gesichtern. Backstreet Noise it is. Falls es sonnig wird, gibt’s Sonnenschirme. Falls es regnet, gibt’s nichts, weil dieser Teil der Sause dann nicht stattfindet. Am besten drückt ihr jetzt schon mal die Daumen.
Wenn’s gut wird, wird’s gut – und gut basslastig:
Den Auftakt machen Elin und pasci im b2b. Es gibt Drum and Bass, Dubstep, Bass und Breaks, am Spätnachmittag, im Windkanal, wo lieber würdest du dann sein wollen? Eben.
Bass und Breaks bleiben Thema: Zunami, bekannt von und in so ungefähr allen lässigen Clubs, Radiostationen und Festivals von nah und fern, hat eine Vorliebe für UK Sounds, lässt aber auch Dancehall, Elektro und Experimentelles in ihre Sets einfliessen.
Den ersten Teil des Abends zu Ende führen tut Idris. Mit Leftfield Bass, Global Club und Techno wird es dem Hinterhof-Dancefloor bis zur allerallerletzten Minute an nichts fehlen, garantiert.
Was wettermässig auch immer kommen mag – im Regen stehen lassen würden wir euch nie. Ab 23 Uhr wird’s drinnen brodelnd hot, bunt, queer, provokant und sexy, aber nie sexistisch: Chocolate Remix und ihre Crew übernehmen den Ballsaal und lassen euch queerfeministischen Reggaeton um die Ohren fliegen. Chocolate Remix ist das Soloprojekt der argentinischen Produzentin, Rapperin, Sängerin und DJ Romina Bernardo und steht für scharfe, eloquente Texte sowie eine Fusion lateinamerikanischer Clubmusik, die ihresgleichen sucht. Im Zentrum stehen dabei Themen wie weibliche Lust, Selbstbestimmung, kollektive Power und Auflehnung gegen queerfeindliche Gewalt, Zensur und Diskriminierung. Konzeptuell ausgeklügelt und mit Humor und Satire versehen vermittelt Choco eine Botschaft mit klarer politischer Haltung. Live verwandelt diese explosive Mischung den Dancefloor in einen Ort, an dem Tanz und Vergnügen zum Puls des Widerstands werden. Ni una menos!
Da der Platz im Ballsaal begrenzt ist, empfiehlt es sich, frühzeitig zu erscheinen.
Nach dem Konzert empfiehlt es sich, im Ballsaal zu bleiben: Yung Porno Büsi übernimmt die Decks. YPB, das heisst schamlose Aktion gegen Grosskotz und Mackertum. YPB will mehr Büsis und weniger Catcalls auf dem Dancefloor sehen. Rap, Dancehall, Reggaeton, Shatta, Baile Funk. Hauptsache hot!
